Bürgerentscheid Offenburg,Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes (Flugplatzes) zu einemGewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?
Rolf Leonhardt am 30. Dezember 2025 um 10:14
Gedanken dazu:
Die Entscheidung durch den Bürger treffen zu lassen ist eine grundsätzlich gute
Entscheidung und kann zu mehr Akzeptanz führen. Damit die Einwohner von Offenburg
jedoch eine Entscheidung treffen können, gehört eine umfassende Information und der
Raum für Bürgerdiskussionen dazu. Beides ist derzeit aus meiner Sicht nicht gegeben.
Bisher beschränkt sich die Information auf Verlautbarungen im Offenblatt (Nr. 37, 38, 39,
40, 43), auf der Internetseite der Stadt Offenburg (https://2026.buergerentscheid-
offenburg.de/) und Veröffentlichungen in der Tagespresse.
Veröffentlicht wurde bisher nur, dass eine Erweiterung der Gewerbeflächen notwendig ist.
Das ganze wurde nicht mit konkretem Bedarf begründet. Der zusätzliche Bedarf wird mit
dem Gutachten der Stadtentwicklungsfirma Buff begründet. Zusätzlich werden allgemeine
Argumente wie Wirtschaftsförderung, Zukunftfähigkeit etc. angeführt ohne dass diese
weiter ausgeführt werden. Das dafür in Auftrag gegebene Gutachten der Firma Buff weißt
noch eine Kapazität von 78 ha aus.
Der Bericht der Stadtentwicklungsfirma Buff wurde Anfang Dezember 2025 übergeben
wurde, aber bereits im Offenblatt 35 Seite 5 durch den Offenburger Wirtschaftförderer Butz
in die Richtung der Erweiterung der Gewerbeflächen ein Interview gegeben wurde.
Am Ende gipfelt die allgemeine Argumentation in die Behauptung oder Drohung, dass man
nur mit dem Gewerbegebiet Flugplatz „Garanten für unsere Arbeitsplätze, für die
Ausbildungsplätze unserer Kinder und hoffentlich auch noch für die unserer Enkel. Ihre
Gewerbesteuer ist die Grundlage für den Erhalt und den Ausbau von Kitas, Schulen, sozialen
Einrichtungen, Sportplätzen, Schwimmbädern, Straßen und Brücken.“
Das sind alles allgemeine Aussagen, die beliebig an jedes politische Vorhaben geheftet werden
können.
Alles in allem werden die Bürger nur dazu aufgefordert, der Entscheidung des Bürgermeisters und
der Stadträte zuzustimmen und damit die politische Verantwortung für den Beschluss zu
übernehmen.
Die Bürger werden aber zu einer Entscheidung aufgefordert und um diese treffen zu
können, benötige ich Antworten auf folgende Fragen:
- Warum sind die zur Entscheidung führenden Gutachten nicht öffentlich einsehbar?
- Wo gibt es einen öffentlich zugänglichen Plan, wo die beanspruchte Fläche
eingezeichnet ist? - Wo ist eine faktenbasierte Neutrale Präsentation von Pro und Kontra? Bisher tritt
die Stadt nur als Arbeitgebervertreter auf. Hier wäre eine möglichst neutrale
Moderationsrolle angemessener. - Warum findet die öffentliche Diskussion mit den Verantwortlichen von der Stadt erst
eine Woche vor der Wahl statt? - Wer trägt die politische Verantwortung, dass die bisherigen Flächen so schlecht
geplant und vergeben wurden, dass keine großen Flächen mehr bereit stehen? Gibt
es dazu Untersuchungen bzw. ein Umdenken auf Seiten der Stadtplaner? Warum
benötigt man unbedingt 20 ha als zusammenhängende Fläche, gibt es dafür bereits
Bewerber die uns Bürgern vorenthalten werden? - Der jetzige einzige Bewerber benötigt 0,8 ha Fläche aus dem neuen
Gewerbegebiet. Allein sein Parkplatz für die Beschäftigten entspricht in etwa der
Fläche. Hat die Stadt hier bereits Gespräche über eine nachhaltige Überbauung
geführt, um zukünftig bei Unternehmern auch eine Mehrfachnutzung von Flächen
zu etablieren? - Warum konzentriert sich das Anliegen auf das Flugplatzareal? Was passiert
zukünftig mit den Flächen östlich des Flugplatzareals neben der B33. Hier wären
auch noch mehr als 20 ha zu erschließen. (https://m-joachim.de/Flugplatz-
Offenburg.php)
- Das Flugplatzareal liegt zu einem Drittel auf der Gemarkung von Hohberg. Gibt es
dort auch schon einen Gemeinderatsbeschluss die Fläche umzuwidmen? - Der Flugplatz liegt mitten in den noch freien Flächen südlich von Hilboltsweier. Was
ist zukünftig mit den Flächen westlich und östlich geplant? - Wird mit Hilfe des Gewerbegebietes versucht den Autobahnanschluss als
Verlängerung der B33 doch noch zu erreichen? - Warum erweitert man nicht das Gewerbegebiet Elgersweier nach Osten bis zum
Ortsteil Elgersweier? Der bisher einzige vorgestellt Bewerber für eine Fläche,
kommt aus diesem Gewerbegebiet? - Ist das Gewerbegebiet tatsächlich nur für produzierendes Gewerbe vorgesehen?
Gibt es dabei Einschränkungen, da das Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zu
Uffhofen und Hilboltsweier entsteht? - Wo gibt es Untersuchungsergebnisse für die Auswirkungen des Gewerbegeietes
auf die betroffenen Ortsteile Hilboltsweier, Kreuzschlag und Uffhofen? Besonders
sollten die Auswirkungen auf die Immobilienpreise/Mieten, Grundwasser, Verkehr
und Naturvernichtung untersucht werden. - Wie will man bei derzeit schon 36000 Einpendler und 14100 Auspendler täglich
(Offenblatt Nr. 35 Seite 4) den Verkehrsinfarkt verhindern? Gibt es dazu schon
Überlegungen, die bestehenden Verkehrswege auszubauen? - Was passiert mit den wertvollen Magerwiesen mit ihrer Artenvielfalt? Gibt es dazu
schon Kartierungen? Wie groß sind diese Flächen? Ggf. gibt es schützenswerte
Arten. Auch wenn man die Flächen nicht bebauen sollte, werden die Magerflächen
verschwinden, da durch die unmittelbar daneben liegende gewerbliche Nutzung
nicht verhinderbarer Eintrag von Nährstoffen (Stickstoff durch Autoabgase)
geschehen wird. - Mit welchen Erschließungskosten incl. Neubau der Straßeninfrastruktur der Stadt ist
zu rechnen? - Gibt es Untersuchungen, über die zu erwartende Steigerung der Einwohnerzahl
und den damit verbundenen Kosten für Bildung, Soziales und Kultur? - Wie will die Stadt die Klimaziele mit dem Ausbau der Gewerbeflächen erreichen?
Welche zusätzlichen Anstregungen kommen auf uns Bürger zu?
Fazit:
Als Bürger fühle ich mich nicht informiert und zu einer Entscheidung in eine vorgegebene
Richtung gedrängt. Demokratie lebt vom Austausch der Argumente für pro und kontra.
Dies findet derzeit nicht statt. Bisher hat der Bürgermeister und die Stadtabgeordneten die
Entscheidung vorbereitet und sie kennen alle Details. Warum scheuen sie sich nun, die
Verantwortung zu übernehmen. Warum wird jetzt ein Bürgerentscheid initiiert, wenn man
sonst auch nicht die Bürger bei Bauentscheidungen, wie z.B. dem nördlichen Stadttor
fragt? Warum tritt die Stadt ausschließlich als Anwalt der Arbeitgeber auf? Können oder
wollen diese nicht für sich sprechen?
Es fehlt eine neutrale Präsentation von Pro und Contra von Seiten der Stadt.
Ich wende mich deshalb gegen den Bürgerentscheid und rufe dazu auf mit NEIN zu
stimmen.
Dieser Bürgerentscheid ist der Versuch eine längst in der Stadtverwaltung getroffene
Entscheidung mit dem Label Demokratische Entscheidung anzuheften.
Eine ähnliche Entwicklung des Flugplatzes Konstanz siehe Bericht auf der Wikipedia, dies wäre eine Option für Offenburg.
Rolf Leonhardt am 29. Dezember 2025 um 15:44Entwicklung seit 2011
Im Jahr 2011 wurde im Gemeinderat eine Schließung zu Gunsten einer Erweiterung des Gewerbegebiets diskutiert. Allerdings gab es noch viele Leerstände in der Stadt, deshalb wurde auf eine Schließung verzichtet. 2012 wurde der Pachtvertrag bis 2017 mit einer Option auf weitere fünf Jahre verlängert. Ende 2014 wollte die Stadt Konstanz das alte Gewerbeflächenentwicklungskonzept fortschreiben. Dafür wurde bei einem Stadtentwicklungsbüro ein Gutachten in Auftrag gegeben. In diesem wurde eine Schließung des Flugplatzes und eine Umwandlung der Grasfläche zu einem Gewerbegebiet empfohlen.[5]
Eine Petition hatte sich 2015 gegen die Pläne der Stadt gewandt, die gesamte Start- und Landesbahn in Gewerbefläche umzuwandeln. Das Regierungspräsidium Stuttgart als koordinierende Mittelbehörde des Landesverkehrsministeriums, die Stadt Konstanz und Vertreter des Landeplatzes einigten sich auf einen Kompromiss. Der Verkehrslandeplatz Konstanz, parallel zur Bundesstraße 33 gelegen, wird damit in abgespeckter Variante weiter bestehen können.

Bürgerentscheid… Gedanken dazu…
Rolf Leonhardt am 27. Dezember 2025 um 15:29Bürgerentscheid Offenburg
Sind Sie für die Entwicklung des Sonderlandeplatzes (Flugplatzes) zu einem
Gewerbegebiet auf Offenburger Gemarkung?
Gedanken dazu:
Die Entscheidung durch den Bürger treffen zu lassen ist eine grundsätzlich gute
Entscheidung und kann zu mehr Akzeptanz führen. Damit die Einwohner von Offenburg
jedoch eine Entscheidung treffen können, gehört eine umfassende Information und der
Raum für Bürgerdiskussionen dazu. Beides ist derzeit aus meiner Sicht nicht gegeben.
Bisher beschränkt sich die Information auf Verlautbarungen im Offenblatt (Nr. 37, 38, 39,
40, 43), auf der Internetseite der Stadt Offenburg (https://2026.buergerentscheid-
offenburg.de/) und Veröffentlichungen in der Tagespresse.
Veröffentlicht wurde bisher nur, dass eine Erweiterung der Gewerbeflächen notwendig ist.
Das ganze wurde nicht mit konkretem Bedarf begründet. Der zusätzliche Bedarf wird mit
dem Gutachten der Stadtentwicklungsfirma Buff begründet. Zusätzlich werden allgemeine
Argumente wie Wirtschaftsförderung, Zukunftfähigkeit etc. angeführt ohne dass diese
weiter ausgeführt werden. Das dafür in Auftrag gegebene Gutachten der Firma Buff weißt
noch eine Kapazität von 78 ha aus.
Der Bericht der Stadtentwicklungsfirma Buff wurde Anfang Dezember 2025 übergeben
wurde, aber bereits im Offenblatt 35 Seite 5 durch den Offenburger Wirtschaftförderer Butz
in die Richtung der Erweiterung der Gewerbeflächen ein Interview gegeben wurde.
Am Ende gipfelt die allgemeine Argumentation in die Behauptung oder Drohung, dass man
nur mit dem Gewerbegebiet Flugplatz „Garanten für unsere Arbeitsplätze, für die
Ausbildungsplätze unserer Kinder und hoffentlich auch noch für die unserer Enkel. Ihre
Gewerbesteuer ist die Grundlage für den Erhalt und den Ausbau von Kitas, Schulen, sozialen
Einrichtungen, Sportplätzen, Schwimmbädern, Straßen und Brücken.“
Das sind alles allgemeine Aussagen, die beliebig an jedes politische Vorhaben geheftet werden
können.
Alles in allem werden die Bürger nur dazu aufgefordert, der Entscheidung des Bürgermeisters und
der Stadträte zuzustimmen und damit die politische Verantwortung für den Beschluss zu
übernehmen.
Die Bürger werden aber zu einer Entscheidung aufgefordert und um diese treffen zu
können, benötige ich Antworten auf folgende Fragen:
- Warum sind die zur Entscheidung führenden Gutachten nicht öffentlich einsehbar?
- Wo gibt es einen öffentlich zugänglichen Plan, wo die beanspruchte Fläche
eingezeichnet ist? - Wo ist eine faktenbasierte Neutrale Präsentation von Pro und Kontra? Bisher tritt
die Stadt nur als Arbeitgebervertreter auf. Hier wäre eine möglichst neutrale
Moderationsrolle angemessener. - Warum findet die öffentliche Diskussion mit den Verantwortlichen von der Stadt erst
eine Woche vor der Wahl statt? - Wer trägt die politische Verantwortung, dass die bisherigen Flächen so schlecht
geplant und vergeben wurden, dass keine großen Flächen mehr bereit stehen? Gibt
es dazu Untersuchungen bzw. ein Umdenken auf Seiten der Stadtplaner? Warum
benötigt man unbedingt 20 ha als zusammenhängende Fläche, gibt es dafür bereits
Bewerber die uns Bürgern vorenthalten werden? - Der jetzige einzige Bewerber benötigt 0,8 ha Fläche aus dem neuen
Gewerbegebiet. Allein sein Parkplatz für die Beschäftigten entspricht in etwa der
Fläche. Hat die Stadt hier bereits Gespräche über eine nachhaltige Überbauung
geführt, um zukünftig bei Unternehmern auch eine Mehrfachnutzung von Flächen
zu etablieren? - Warum konzentriert sich das Anliegen auf das Flugplatzareal? Was passiert
zukünftig mit den Flächen östlich des Flugplatzareals neben der B33. Hier wären
auch noch mehr als 20 ha zu erschließen. (https://m-joachim.de/Flugplatz-
Offenburg.php) - Das Flugplatzareal liegt zu einem Drittel auf der Gemarkung von Hohberg. Gibt es
dort auch schon einen Gemeinderatsbeschluss die Fläche umzuwidmen? - Der Flugplatz liegt mitten in den noch freien Flächen südlich von Hilboltsweier. Was
ist zukünftig mit den Flächen westlich und östlich geplant? - Wird mit Hilfe des Gewerbegebietes versucht den Autobahnanschluss als
Verlängerung der B33 doch noch zu erreichen? - Warum erweitert man nicht das Gewerbegebiet Elgersweier nach Osten bis zum
Ortsteil Elgersweier? Der bisher einzige vorgestellt Bewerber für eine Fläche,
kommt aus diesem Gewerbegebiet? - Ist das Gewerbegebiet tatsächlich nur für produzierendes Gewerbe vorgesehen?
Gibt es dabei Einschränkungen, da das Gewerbegebiet in unmittelbarer Nähe zu
Uffhofen und Hilboltsweier entsteht? - Wo gibt es Untersuchungsergebnisse für die Auswirkungen des Gewerbegeietes
auf die betroffenen Ortsteile Hilboltsweier, Kreuzschlag und Uffhofen? Besonders
sollten die Auswirkungen auf die Immobilienpreise/Mieten, Grundwasser, Verkehr
und Naturvernichtung untersucht werden. - Wie will man bei derzeit schon 36000 Einpendler und 14100 Auspendler täglich
(Offenblatt Nr. 35 Seite 4) den Verkehrsinfarkt verhindern? Gibt es dazu schon
Überlegungen, die bestehenden Verkehrswege auszubauen? - Was passiert mit den wertvollen Magerwiesen mit ihrer Artenvielfalt? Gibt es dazu
schon Kartierungen? Wie groß sind diese Flächen? Ggf. gibt es schützenswerte
Arten. Auch wenn man die Flächen nicht bebauen sollte, werden die Magerflächen
verschwinden, da durch die unmittelbar daneben liegende gewerbliche Nutzung
nicht verhinderbarer Eintrag von Nährstoffen (Stickstoff durch Autoabgase)
geschehen wird. - Mit welchen Erschließungskosten incl. Neubau der Straßeninfrastruktur der Stadt ist
zu rechnen? - Gibt es Untersuchungen, über die zu erwartende Steigerung der Einwohnerzahl
und den damit verbundenen Kosten für Bildung, Soziales und Kultur? - Wie will die Stadt die Klimaziele mit dem Ausbau der Gewerbeflächen erreichen?
Welche zusätzlichen Anstregungen kommen auf uns Bürger zu?
Fazit:
Als Bürger fühle ich mich nicht informiert und zu einer Entscheidung in eine vorgegebene
Richtung gedrängt. Demokratie lebt vom Austausch der Argumente für pro und kontra.
Dies findet derzeit nicht statt. Bisher hat der Bürgermeister und die Stadtabgeordneten die
Entscheidung vorbereitet und sie kennen alle Details. Warum scheuen sie sich nun, die
Verantwortung zu übernehmen. Warum wird jetzt ein Bürgerentscheid initiiert, wenn man
sonst auch nicht die Bürger bei Bauentscheidungen, wie z.B. dem nördlichen Stadttor
fragt? Warum tritt die Stadt ausschließlich als Anwalt der Arbeitgeber auf? Können oder
wollen diese nicht für sich sprechen?
Es fehlt eine neutrale Präsentation von Pro und Contra von Seiten der Stadt.
Ich wende mich deshalb gegen den Bürgerentscheid und rufe dazu auf mit NEIN zu
stimmen.
Dieser Bürgerentscheid ist der Versuch eine längst in der Stadtverwaltung getroffene
Entscheidung mit dem Label Demokratische Entscheidung anzuheften. - Text: Ralph Fröhlich.
Konferenz für Urban Transformation Design
Rolf Leonhardt am 27. Dezember 2025 um 10:26Warum der Flugplatz-Bürgerentscheid kein Zufall ist – und warum er zur OB-Wahl gehört. Am 8. März sollen die Offenburger*innen über die Zukunft des Flugplatzes entscheiden. Zeitgleich ist Landtagswahl. Und Monate vor der Oberbürgermeisterwahl im Herbst. Das alles ist kein Zufall.
Denn wer genau hinschaut, erkennt ein bekanntes Muster: Ein politisch heikles Thema wird vorgezogen, beschleunigt, formalisiert – und anschließend als „demokratisch entschieden“ abgelegt. Möglichst geräuschlos. Möglichst bevor es im OB-Wahlkampf noch einmal offen verhandelt werden könnte.
Der amtierende Oberbürgermeister nutzt dafür den gesamten Verwaltungsapparat: eigene Plattformen, amtliches Framing, Gutachten, Zeitdruck. Beteiligung wird versprochen – aber nicht wirklich zugelassen. Die Richtung ist klar, das Ergebnis scheint vorweggenommen.
So sieht keine ergebnisoffene Demokratie aus.So sieht Machtabsicherung aus.
Demokratie unter Zeitdruck
Natürlich ist ein Bürgerentscheid ein starkes Instrument.
#Beteiligung#Demo#Demokratie#Menschen#Offenburg

Uli Albicker Offenburg
Leserzuschrift zum Flugplatz: Weitblick für morgen fehlt in Offenburg
Rolf Leonhardt am 17. Dezember 2025 um 09:54Ein Leserbriefschreiber äußert sich zum bevorstehenden Bürgerentscheid in Offenburg. Er hält es für kurzsichtig, den Flugplatz in ein Gewerbegebiet umzuwandeln.
Redaktion: Mittelbadische Presse
Zu „Freie Gewerbeflächen sind rar“ (OT, 11. Dezember): Die Debatte über den Sonderlandeplatz in Offenburg ist symptomatisch für ein tiefer liegendes Problem: Wir planen und denken zu klein und zu kurzfristig. Während anderswo Zukunftstechnologien wie autonome Personen? und Fracht?Drohnen längst Teil strategischer Infrastrukturüberlegungen sind, dreht sich unsere Diskussion um Quadratmeterpreise und Gewerbeflächen – ohne Weitblick, was unsere Region morgen braucht.
Der Markt für elektrische Passagier? und Fracht?Drohnen beziehungsweise „Lufttaxis“ gilt international als hochdynamisches Zukunftsfeld. Laut Roland?Berger?Studie wird die Zahl der in der Luft eingesetzten autonomen Fluggeräte bis 2050 weltweit auf rund 160.000 steigen und einen Jahresumsatz von fast 90?Milliarden?US-Dollar erzielen. Dass China in vielen technologischen Feldern inzwischen deutlich schneller lernt als Europa, bestätigen nicht nur die aktuellen Nachrichten aus der Automobilindustrie: China übernimmt in Kernbereichen wie Elektromobilität, Ladeinfrastruktur und KI?Systemen die technologische Spitzenposition.
Strategisch denken
Wenn der globale Wettbewerb der Zukunft über Geschwindigkeit, Innovationskraft und strategische Infrastruktur entschieden wird, dann kann es nicht die Antwort sein, einen Flugplatz aus der Perspektive einer einzigen Wirtschaftlichkeitsrechnung für heute zu betrachten. Gerade in Zeiten, in denen Start?ups, Städte und Staaten gemeinsam an neuen Mobilitätskonzepten arbeiten, muss eine Kommune strategisch denken.
Fehler nicht wiederholen
Ein Blick auf den Marktplatz zeigt, wohin kurzsichtige Planung führt: Als steinerne Fläche über der Tiefgarage gebaut, gilt er heute offiziell als größter Hitze-Hot-Spot der Stadt. Nun wird teuer nachgebessert. Genau diesen Fehler sollten wir beim Flugplatz nicht wiederholen.
Der Flugplatz ist zudem die größte unversiegelte Fläche im Stadtgebiet. Wer sie aufgibt, verspielt sowohl Zukunftschancen als auch eine klimatische Ausgleichsfläche für Offenburg.
Die Frage für den Bürgerentscheid im März sollte daher eher lauten: Wollen wir eine Stadt, die Visionen aufschiebt oder eine, die Zukunft gestaltet?
Ben Hübner
Berghaupten
Bürgerentscheid am 08. März 2026
Rolf Leonhardt am 12. Dezember 2025 um 19:44Mit Zuversicht und Perspektive SPD Fraktion im Offenblatt „Politisches Meinungsforum“
Rolf Leonhardt am 10. Dezember 2025 um 10:17Das Jahr geht zu Ende und dies ist das letzte
politische Meinungsforum vor den Landtags-
wahlen im März 2026 – und vor dem Bürger-
entscheid, der sich mit der zentralen Frage
befasst: Wie nutzen wir das Flugplatzareal
so, damit möglichst viele Offenburgerinnen
und Offenburger davon profitieren?
Es ist uns wichtig, die Entscheidung verant-
wortungsvoll abzuwägen. Die SPD-Fraktion
vertritt die Haltung, dass Offenburg diese
neuen Gewerbeflächen braucht, um Arbeits-
plätze zu sichern, innovative Betriebe anzu-
ziehen und die finanziellen Grundlagen zu stär-
ken, die für soziale und ökologische Projekte
unverzichtbar sind. Wir wollen eine Stadt, die
das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt und
die Klimaschutz und soziale Verantwortung
miteinander verbindet – und nicht gegenein-
ander ausspielt. Deshalb sprechen wir uns für
ein nachhaltiges, modern gestaltetes Gewer-
begebiet auf dem ganzen Areal aus, das die
Stadt als Ganzes voranbringt.
Der heutige Flugplatz ist eine versiegelte Flä-
che, die nur wenigen Menschen zugutekommt.
Eine Umnutzung eröffnet hingegen Chancen
auf mehreren Ebenen: Die Landebahn kann
entsiegelt werden, sensible Bereiche werden
geschützt, und gleichzeitig entsteht Raum
für ökologische Formen neuer Gewerbean-
siedlungen.
Wir stellen uns ein Areal vor, das zeigt, wie
moderne Stadtentwicklung aussehen kann:
- Begrünte Dächer und Fassaden, die
Lebensräume schaffen und Hitze reduzieren - Regenwasserrückhalt und offene Grün-
drainagen, die den Boden entlasten - Energieeffiziente Gebäude mit Solaranla-
gen auf allen Flächen, sofern es machbar ist - Carsharing, Radwege, E-Ladesäulen
und autofreie Zonen auf dem Gelände - Gemeinschaftsflächen, die alle nutzen kön-
nen.
Ein solches ökologisches Gewerbegebiet
ist kein Widerspruch zu sozialer Verantwor-
tung – es ist ihre Voraussetzung. Denn Offen-
burg braucht Einnahmen, um Kitas, Schulen,
Jugendhilfe, (Sport-)Vereine, Kultur und vieles
mehr zu finanzieren.
Wir wissen: Die Bürgerinnen und Bürger
wägen sorgfältig ab. Und das ist gut so. Wir
wollen deutlich machen, dass wir nicht zwi-
schen Umwelt und Zukunft wählen müssen.
Wir können beides gestalten – verantwor-
tungsvoll, innovativ und solidarisch.
Zum Jahresende wünschen wir Ihnen und
Ihren Familien ein frohes, friedliches Weih-
nachtsfest. Möge das neue Jahr Ihnen Gesund-
heit, Freude und Hoffnung schenken.
Ihre SPD-Fraktion
Kommentar Ralph Fröhlich, Flugplatz Offenburg: Wie die SPD aus einer Magerwiese eine Betonfläche macht
Rolf Leonhardt am 10. Dezember 2025 um 10:07Zum aktuellen Meinungsbeitrag der SPD im Offenblatt: Öko-Gewerbe auf Magerwiesen ist keine Lösung – sondern ein Täuschungsmanöver“
Die SPD bezeichnet das Flugplatzareal als „versiegelte Fläche“. Das ist sachlich falsch. Rund 90 % der Fläche bestehen aus artenreichen Magerwiesen – einem der ökologisch wertvollsten Lebensräume überhaupt. Wer diese Realität verdreht, um ein Gewerbegebiet zu rechtfertigen, täuscht die Öffentlichkeit.
Begrünte Dächer, Solaranlagen und E-Ladesäulen sind kein Ersatz für intakte Böden, Biodiversität und natürliche Kühlflächen. Ein „ökologisches Gewerbegebiet“ auf zerstörter Natur bleibt ein Widerspruch in sich – auch wenn man ihn grün anmalt.
Besonders problematisch ist die moralische Verknüpfung: Naturzerstörung als angebliche Voraussetzung für Kitas, Soziales und Kultur darzustellen, ist politisch brandgefährlich. Gemeinwohl entsteht nicht durch Flächenfraß, sondern durch kluge Innenentwicklung, nachhaltige Wirtschaft und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.
Der Bürgerentscheid verdient Ehrlichkeit – keine Etikettenschwindel-Rhetorik.
Bürgerentscheid Offenburg 2026 – Warum ein Nein gut für Offenburg ist……
Rolf Leonhardt am 21. November 2025 um 15:00Konferenz für Urban Transformation Design Ralph Fröhlich

1. Boden schützen, Klima schützen — Flächenverbrauch stoppen
2. Innenentwicklung vor Außenentwicklung – auch in Offenburg
3. Die ökologische Bedeutung des Gebiets ist nicht ersetzbar
4. Wir brauchen keine neuen Gründe für neue Straßen
5. Wir sind nicht gegen den Flugplatz – aber auch nicht darauf fixiert
6. Die nachhaltige Option: Ein großer Klimapark für eine wachsende Stadt
? Der Park Königswaldfeld — der große südliche Landschaftspark für ganz Offenburg
7. Unser Fazit
Wir stehen für einen Kurs, der Verantwortung übernimmt:
? Keine neuen Versiegelungen
? Erhalt der Grünflächen
? Klimaanpassung ernst nehmen
? Biodiversität schützen
? Innenentwicklung vor Außenentwicklung
? Parklandschaft statt Beton
? Zukunft statt kurzfristigem Flächendruck
7. Unser Fazit
Keine neuen Versiegelungen
? Erhalt der Grünflächen
? Klimaanpassung ernst nehmen
? Biodiversität schützen
? Innenentwicklung vor Außenentwicklung
? Parklandschaft statt Beton
? Zukunft statt kurzfristigem Flächendruck
? Ein Gewerbegebiet auf dem Flugplatz ist nicht der Weg in eine klimagerechte Zukunft.
? Die nachhaltige Option für Offenburg zeigt, dass ein anderer Weg möglich ist — und notwendig.
Konferenz für Urban Transformation Design Ralph Fröhlich Offenburg


